Trauerkultur

Sabine Erler
Pastorin für Trauerkultur

 

 

 

 

 

 

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Das Programm für 2019 finden Sie hier:

Trauertreffs im Osten von Hamburg (bitte anklicken)
Trostmomente und Seelenspaziergänge auf dem Öjendorfer Friedhof (bitte anklicken)

 

 

Interview auf 90,3 zum Ewigkeitssonntag 2017

Interview auf 90,3 zum Ewigkeitssonntag

 

Aktion "Before I die"

Bevor ich sterbe möchte ich....eine Schiffsreise machen...meinen Mann
      heiraten.......Jesus annehmen ......Kinder bekommen.....


Jeder Mensch beendet diesen Satzanfang auf seine persönliche Art und Weise.
Sich schon mitten im Leben der letzten und wichtigsten Wünsche bewusst zu werden, anstatt am Ende zu sagen „Ach, hätte ich doch....“, das war das Anliegen der Künstlerin Candy Shang. Nach dem Verlust eines geliebten Menschen befestigte sie an einer Hauswand eine Tafel, die mehrfach mit dem immer gleichlautenden Satzanfang bedruckt war: „Before I die I want to...“ Daneben stellte sie eine Schale mit Schulkreide; Passanten schrieben spontan ihre Gedanken auf die Tafel. Das Kunstprojekt ging um die Welt und mehr als 1000 „Before I die-Wände“ wurden in 35 Sprachen und über 70 Ländern errichtet und beschrieben.
                                                    Und nun auch in Hamburg!

Eröffnungsgottesdienst        
Philipus+Rimbert Kirche, Manshardtstr. 105                              5. Juni 10.00 Uhr

Friedhof Schiffbek      
Schiffbeker Weg 144, 22115 Hamburg    Metro-Bus 27            6. bis 13. Juni 2017

Kirchengemeinde Reinbek-West  
Nathan-Söderblom-Kirche   Berliner Platz, 21356 Reinbek     14. bis 23. Juni 2017

Stadtteilhaus Horner Freiheit         
Am Gojenboom 46, 22111 HH                                                          28. Juni bis 5. Juli 2017

 

Trauertreff auf dem Schiffbeker Friedhof 2016

Kaffeeduft zieht über den Friedhof....Staunende Fragen: Was ist denn hier los?
Der Aufsteller vor der Kapellentür macht aufmerksam: 
                         Trauertreff, heute, 15.00 Uhr.
Ich werde beobachtet, fahre mit meinem Auto direkt vor (was sonst keiner darf). Neugierige Blicke in den Kapellenvorraum. Gespräche zwischen Tür und Angel: Was machen Sie denn hier?
Und ich erkläre den Sinn und Zweck des Trauertreffs: Über typische Themen des Trauerns bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch zu kommen. „Und das auf dem Friedhof?“ werde ich gefragt. Ja, das ist neu, das ist anders. Warum nicht auf dem Friedhof, ist er doch herausragender Ort im öffentlichen Raum, der zur Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit einlädt.
„Find ich gut“ sagen einige und gehen vorbei. Dann kommen die Ersten: „Oh, ist das gemütlich hier!“ Gemütlichkeit auf einem Friedhof? Ja, warum nicht. „Was für eine schöne Kaffeetafel!!....und das auf dem Friedhof?“ Bilder geraten durcheinander: das Leben wird auf den Friedhof geholt und der Tod mehr ins Leben gerückt.
5 mal treffen sich Menschen, die um einen geliebten Menschen trauern. Mal sind wir zu sechst, mal zu zehnt. Von überall her. Offen und tiefsinnig werden Worte gefunden für das, was schwer ums Herz wiegt: Trauer. Manchmal wird auch gelacht. Es tut gut, zu reden. Es tut gut, nicht allein zu sein. Es tut gut, miteinander Trauer und Leben zu teilen. Nicht nur Kaffeeduft liegt in der Luft, sondern auch Trost.

 Ihre Sabine Erler