Woche der Krankenhausseelsorge


Nächstenliebe predigen – Nächstenliebe leben

                                               Eine Woche im Zeichen der Krankenhausseelsorge

 Mit der Aktion „Woche der Krankenhausseelsorge“ im Januar 2018 möchte der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreisverband Hamburg auf die intensive und vielseitige Arbeit der Krankenhausseelsorger*innen aufmerksam machen. Patienten, Angehörige und Klinikmitarbeiter*innen in schwierigen, teils existentiellen Situationen zu begleiten, ist seit vielen Jahren ihr gelebter und aufrichtig geliebter Arbeitsalltag.

 Was genau ist Seelsorge? Was wird da „gemacht“? Die Krankenhausseelsorger*innen machen im ersten Schritt ein Gesprächs-Angebot, das jeder Mensch frei wählbar für sich nutzen kann. Was wird gerade gebraucht? Was tut gut?

Vielleicht hilft es heute, sich mit Schimpferei über das Essen im Krankenhaus oder mit Lob über eine besonders engagierte Krankenpflegekraft abzulenken. Vielleicht muss über die letzten Untersuchungsergebnisse mal nicht mit einem Arzt gesprochen werden. Vielleicht tröstet ein Gebet aus Kindertagen oder die Erinnerung an alte Geschichten. Vielleicht stärkt ein Segen oder beruhigt eine haltende Hand. Vielleicht braucht es einen Zuhörer für das, was auf dem Herzen liegt, aber nur schmerzhaft über die Lippen kommt. Einen, der nicht urteilt oder Ratschläge gibt, sondern zu- und hinhört. Der versteht, was nicht selbstverständlich ist. Der da ist und dableibt, auch wenn es schwerfällt, weil es schwer wiegt.

 Den Auftakt der Aktionswoche macht ein festlicher Eröffnungsgottesdienst in der Hauptkirche St. Petri am Sonntag, 28.01.2018 um 15 Uhr. Neben geladenen Gästen ist auch die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Ab Montag, 29.01., wird eine Wanderausstellung mit nicht inszenierten und somit authentischen Fotos von Sebastian Fuchs (Fotograf und Redakteur bei der NDR Talkshow) erste Station in Hamburger Einkaufszentren machen. An Ständen in der Europapassage, im Alstertal- und Elbe-Einkaufszentrum warten Krankenhausseelsorger auf interessierte Besucher, die über die Bilder ins Gespräch kommen, Fragen stellen oder Erlebtes teilen wollen. Die Besucher werden nicht mit leeren Händen und wahrscheinlich mit vollerem Herzen den Stand wieder verlassen. Die Ausstellung wird nach der Aktionswoche auf Wanderschaft von Krankenhäusern zu kirchlichen und anderen Einrichtungen gehen. Sie soll also auch in Gemeindehäusern gezeigt werden.

 Neben der Präsenz in verschiedenen Medien mit Interviews und Beiträgen während dieser Woche wird es auch ein gebundenes Buch zum Thema Krankenhausseelsorge geben. Unter dem Titel „Das hält – Krankenhausseelsorge. Von Nächstenliebe in außerordentlichen Situationen“ finden sich verschiedenartige Texte, Briefe von Patienten, Gedanken von Beteiligten, Gedichte, Bilder, Fotos und vieles mehr. Das Buch wird nicht im Handel, aber gegen eine Schutzgebühr erhältlich und vermutlich schwer aus der Hand zu legen sein.

Am Freitag, 02.02.2018 wird die „Woche der Krankenhausseelsorge“ mit überraschenden und gleichzeitigen Aktionen in Hamburger Krankenhäusern beendet. Damit geht zwar die Aktionswoche zu Ende, das Thema Krankenhausseelsorge findet aber dank dieser Woche vielleicht einen Anfang in den Köpfen Vieler. Denn jeder darf sich gewiss sein, dass er durch schwierige Zeiten zwar selbst durchmuss, aber eben nicht allein.

Sie haben Fragen zu der Aktionswoche oder zum Thema Krankenhausseelsorge?

Hier gibt es Antworten:

Ev.-luth. Kirchenkreisverband Hamburg-Geschäftsstelle
Dorothee-Sölle-Haus
Königstraße 54
22767 Hamburg

Tel. 040/ 30 620 – 1000
www.kirche-hamburg.de
ServiceTelefon Kirche und Diakonie Hamburg Tel. 040/ 30 620 300