Geistliches Wort

Liebe Leserin, lieber Leser!

Im Winter kommt die Natur zur Ruhe.
Zuweilen gibt es Phasen in unserem Leben, wo auch wir überwintern müssen. Eine Beziehung ist zu Ende gegangen, ein geliebter Mensch ist gestorben, eine berufliche Perspektive hat sich zerschlagen. Was eben noch lebendig und erfüllend war, ist nun ein großes, schwarzes Loch. Von einem Moment auf den anderen sind wir mit einem unvermuteten Ruck aus den Angeln gehoben. Welchen Sinn macht das Leben jetzt? Wie soll es weitergehen? Werden wir die Kraft, die wie die Luft aus einem Ballon entwichen ist, jemals wiederbekommen? Hat Gott das Interesse an uns verloren, oder haben wir die Weichen auf unserem Weg falsch gestellt?
Zu gerne möchten wir noch beim Alten verweilen, sehnen uns zurück nach dem Zustand davor. Oder nehmen alle Kräfte zusammen, um uns und anderen vorzugaukeln, dass eigentlich nichts passiert ist, alles beim Alten bleibt und so weitergehen kann und soll. Überwintern heißt, die Ruhe, die Leere, die Sinnlosigkeit, den Schmerz der Erinnerung auszuhalten.
Wenn der Winter vorbei ist, erwacht die Natur zu neuem Leben. So wird es auch in unserem Leben sein: Es lohnt sich zu warten, bis sich eine neue Perspektive auftut, ein neuer Plan gereift ist, Sinn und Glück in unser Leben zurückkehren, die Lebenskräfte wieder spürbar werden. Unser Glaube und unsere Hoffnung auf Gott können uns dabei eine Hilfe und ein Trost sein, aus der wir Kraft und Zuversicht schöpfen können.

Das wünschen wir Ihnen von Herzen!

Pastorin Bettina Schweikle  und  Pastor Otmar Krause
 

Unsere Kirche

Philippuskirche


Tageslosung

Lobt den HERRN, alle Völker! Rühmt ihn, ihr Nationen alle!

- Psalm 117,1

Es ist ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.

- Epheser 4,6

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